Safari-Tour im Wilden Westen der USA (14.01.2006)
Bryce Canyon / Grand Canyon Nationalparks. Heute morgen haben wir uns bei tollem Wetter aufgemacht in den nahegelegenen "Bryce National Park" Nach einer kurzen Information im Visitor Center über die Wandermöglichkeiten am heutigen Tag bei schneebedeckten Wegen, außerdem haben wir dort einen tollen Film über den Canyon gesehen. Dort sind wir so 5 Meilen in etwa 5 Stunden durch die Gesteinssäulen gewandert, bevor wir noch den Sonnenuntergang sehen wollten. Dieser war aber überhaupt nicht spektakulär, so sind wir noch bei Helligkeit losgefahren in Richtung des ca. 280 Meilen entfernten "Grand Canyon National Park", wie sich später herausstellte war es gut, so früh loszufahren. Um etwa 23 Uhr fanden wir für die nächsten zwei Nächte in Tusayan am Südeingang des Grand Canyon National Parks ein Zimmer im Best Western Hotel. Auf den ca. 100 Kilometern vor dem "South Rim" (Südeingang) kam uns kein einziges Auto entgegen, schon etwas geisterhaft.Da Chris' Navigationssystem das Kartenmaterial des Bundesstaates Utah nicht hatte, haben wir uns nach den Vorschlägen des auf meinem Notebook installierten Microsoft MapPoint 2004 gerichtet. Dieses hat eine ca. 45 Meilen lange Abkürzung bis zur Staaten-Grenze zu Arizona gegeben. Diese etwas komischen Strecke haben wir zuerst gar nicht gefunden, es war schlicht nicht angeschrieben an der Straße im Ort "Cannonville." Durch das niedrigste Zoom-Level haben wir dennoch den Straßennamen ausmachen können und sind dann dieser erst normalen, wenn auch nicht so breiten Straße gefolgt. Dann begannen wir eine unbeabsichtigte Safari durch den Südwesten Utahs. Der Straßenbelag änderte sich nach ein paar Meilen von "asphaltiert" auf "geschotterter Feldweg." Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass die Straße nun etwa 45 Meilen (= 72 Kilometer !!!) so weitergeht und wir dafür über zwei Stunden Zeit brauchten. Schöne Abkürzung! In der Meilenzahl mag das ja noch gestimmt haben, in der Zeitrechnung aber auf keinen Fall, und das obwohl mein Navigationsprogramm "Quickest" als Routen-Suchoption eingestellt war. Eine weitere Kuriosität: Das System zeigte zum Zeitpunkt als wir dort durchfuhren an, dass auf diesem Teilstück die Straße bei entsprechenden Wetterverhältnissen nicht befahren werden kann (was vollkommen richtig ist), nach einem Online-Update der "Construction Information" war diese Meldung plötzlich weg und diese "Cottonwood Road" wurde nun in grüner Farbe und damit als problemlos befahrbar, wobei wir das nur mit einem SUV (Geländewagen) so unterstreichen würden, denn an einer Stelle mussten wir mit unserem weißen Limosinen-Mietwagen einen kleinen Bach überqueren und Schlaglöcher gab es zuhauf. Aber wir waren nicht alleine unterwegs, ganz am Anfang und noch kurz nach der halben Strecke kamen uns zwei Geländewagen entgegen. Letzterer suchte seine Pferde, die wir kurz davor am Wegrand gesehen hatten. Die Fahrt war auf jeden Fall ein Erlebnis, das definitiv die wenigsten Touristen (und US-Bürger) nicht machen werden, höchstens diejenigen, die (wie wir) Microsoft MapPoint verwenden ...
Autor: Stefan Jörger
15.01.2006